Wie kommt es zu einer Ansteckung?
Alle Malariaerreger durchlaufen einen Teil ihrer Entwicklung in
Stechmücken (der Anophelesmücke). Saugt eine solche Stechmücke Blut von
einem Menschen, gelangt der Malariaerreger in den Blutstrom des Menschen.
Nicht infizierte Mücken können die Malariaerreger wiederum über das
Blut eines infizierten Menschen aufnehmen und so die Krankheit wieder auf
andere Menschen übertragen.
Wie leben Anophelesmücken?
Bei allen Anophelesmücken saugen nur die Weibchen das Blut von Tieren
und Menschen. Sie benötigen das Blut für die Entwicklung der Eier. Diese
sind sehr klein, und werden in stehendem oder fliessendem Gewässer
abgelegt, ein Rest Wasser in einer leeren Konservendose reicht schon (in
der Regenzeit ist die Ansteckungsgefahr am grössten). Nach kurzer Zeit
ist aus dem Ei die Larve und aus der Larve wiederum eine neue Generation
Mücken entstanden die sich an einem erkrankten Menschen oder Tier
infiziert und die Krankheit so wieder weiterverbreitet.
Prophylaxe
Die Mücken sind vor allem dämmerungs- und nachtaktiv und stechen
tagsüber kaum. Mit relativ einfachen Mitteln kann man daher schon einen
recht guten Schutz erzielen, und zwar indem man in der Dämmerung lange
Kleider trägt und zum Schlafen ein Moskitonetz über dem Bett aufhängt.
Das Moskitonetz mit seiner sehr guten Schutzwirkung ist jedoch für grosse
Teile der armen Landbevölkerung fast unerschwinglich. Ein weiterer
Vorteil von Moskitonetzen gegenüber von Medikamenten ist, dass keine der
zum Teil massiven Nebenwirkungen auftreten kann.