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Montag, 10. Juli 2006:
1. Tag
Eine kleine Gruppe verabschiedete die beiden Wanderer und wünschten gutes
Gelingen:
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Am Starttag zu lesen im St. Galler-Tagblatt:
Unterwegs nach Sils
Seit heute Morgen sind Berti Hungerbühler aus
Andwil und ihr Bruder Hans Fischbacher aus Gossau unter dem Motto «Walk for help»
zu Fuss nach Sils im Engadin unterwegs. Sie wollen für jeden marschierten
Kilometer Sponsorengelder sammeln und diese der Stiftung zur Verfügung stellen.
«In Benin müssen Menschen oft 100 Kilometer zu Fuss gehen, um zu einem Arzt zu
gelangen», sagte Berti Hungerbühler. «Deshalb kam ich auf die Idee, dies auch
einmal auszuprobieren.»
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SMS um 15:39:35:
Ankunft in der Schwägalp 15.10; km: 28,72; Schrittzahl: 42'249. L.G. Berti
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Dienstag, 11. Juli 2006:
2. Tag
SMS um 04:41:11:
Guten Morgen. Frisch und munter gehts um 5 Uhr weiter. Der Mond geht gleich
unter. L.G. H. u. B.
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Hut ab!!!
Über Tierwies, Wildhaus, Vorab...
SMS um 19:00:25:
Sind im Berggasthaus Malbun (oberhalb Buchs!). Marschzeit: 8.45 Std; km: 21,93:
Schrittzahl: 41'861. Kein Muskelkater. Stimmung super! Liebe Grüsse an alle!
Berti und Hans
SMS um 19:41.00:
Haben Route geändert. Gehen Höhenweg bis Sargans und dann über Vilters nach Bad
Ragaz.
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Mittwoch, 12. Juli 2006:
3. Tag
Abmarsch um 05.05 UHR
SMS um 07:44:37:
Sind nach 2 Stunden Marsch beim Kaffee. Liebe Grüsse: Berti
Ankunft in Bad Ragaz um 13.30
Marschzeit: 6.58 Std.; km: 17,8; Schrittzahl: 35'649
SMS um 14:44:42
Wir sind in Bad Ragaz und müssen uns dringend verwöhnen lassen. Sind im Hotel
Bergadler einquartiert. Liebe Grüsse Berti
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| Morgen geht's weiter nach Chur |
Frohgelaunt und frisch verwöhnt... |
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Hans sollte den Fuss verarzten lassen - hatte Splitter im
Schuh, Mediziner waren keine Hilfe!
Selbst ist der Mann! |
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| Beim Einkauf von Proviant für den Morgen |
Wandern gibt Appetit (und Durst) |
Einige Reminiszenzen der ersten drei Tage:
Dank dem Hinweis auf Bertis Rucksack erreichen sie eine grosse Aufmerksamkeit
und Bewunderung. Andwil kennen einige vom Militärdienst und andere haben von
dieser Aktion in der Zeitung gelesen. Sie bekommen auf viele wertvolle Tipps für
den Wanderweg und die Übernachtungsmöglichkeiten. ("Ihr habt ja sicher kein Zelt
und wollt günstig übernachten").
Schon am ersten Tag hatten sie interessante Begegnungen. Das Restaurant auf dem
Nieschberg war geschlossen. Das gab Zeit, sich wieder einmal schön zu machen.
Einige Zeit später wird Hans angesprochen, ob er nicht einen Kamm vermisse.
Wirklich, es war seiner!
Auch mit dem Rucksack hatte Hans seine liebe Not. Mit dem neu gekauften
konnte er sich nicht anfreunden und so brachte er ihn wieder zurück, denn der
vom Schwiegersohn schien passender. Aber schon in Urnäsch musste er feststellen,
dass das Wandern damit sehr beschwerlich ist. Also Telefon an Hermi, es solle im
Sportgeschäft den neuen wieder holen (kaufen) und nach Urnäsch fahren zum
Austauschen und für Rücknahme der zu viel mitgenommenen Sachen. Jetzt läufts wie
am "Schnürli".
Ganz besonders überrascht hatte sie die ausgezeichnete Beschilderung des
Rheintaler Höhenweges (und die vielen guten Beizli).
Unser Besuch in Bad Ragaz hat sie sehr gefreut. Wir durften zufrieden
feststellen, dass unsere Wanderer aufgestellt, zufrieden und glücklich sind. Sie
freuen sich auf die nächsten Etappen und auf allfällige Begleiter.
Herzliche Grüsse an alle!
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Donnerstag, 13. Juli 2006:
4. Tag
Heute sind sie unterwegs von Bad Ragaz dem linken Rheinufer entlang nach Chur.
SMS um 14:42:30:
Abmarsch 05.10; Marschzeit: 6.45 Std.; km 18,8; Schrittzahl: 36'852.
Wir sind müde und gehen jetzt in die Badi. Liebe Grüsse: Berti
SMS um 19:05:43:
...Müde aber glücklich. Gestern- und heute in der Badi- fast verregnet
worden.
Liebe Grüsse: Hans und Berti
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Freitag, 14. Juli 2006:
5. Tag
Geplant: Chur, Passugg, Grida, Am Berg, Parpan
Unwahrscheinlich!!!
SMS um 11:37:01:
Sind in Valbella bi Flädlisuppe. Wetter super. Laufed so wiits goht. Abmarsch um
04.45.
Super Luft und wir haben Flügel!
Auch der GoZ (Gossauer Wochenzeitung) ist dieser Event eine Foto wert:
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SMS um 17:30:02:
Huch! Soeben im Gasthaus Rätia in Tiefencastel angekommen.
45'734 Schritte; 9,26 Std. Marschzeit; 31,09 km. Super - gell?
Da bleibt mir als Homepage-Betreuer im kühlen Büro wirklich die Spucke
weg!
SMS um 18:30:23:
Trotz der vielen km "Blödeltag". Hans sagt nichts ohne den Anwalt!? Sieht er
eine Beiz, läuft er, als hätte ihm eine Bremse gestochen(!) und die Flädlisuppe
hat ihm Flügel verleiht..
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Samstag, 15. Juli 2006:
6. Tag
SMS um 05:09:08:
Wegen Nebel starten wir heute später. Wir sitzen in den Startlöchern.
SMS um 16:59:57:
Neuer Stand: Ankunft in Bivio: 16.45 Uhr. Schrittzahl: 47'532; km: 32,34;
Marschzeit 9.48 Std.
Jetzt geht's unter die Dusche. Liebe Grüsse: Hans und Berti.
SMS um 20:22:33
Letzte Info:
Marschroute: Bivio, Septimerpass, Lunghinsee, MALOJA, Isola, Sils
Ankunft ca. 15.30. Liebe Grüsse: Berti
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Sonntag, 16. Juli 2006:
7. Tag
SMS um 07:01:27:
Guten Morgen! Letzte Etappe. Start um 7.30 Uhr über Maloja, Isola.
Ankunft ca. 16.30. Liebe Grüsse.
Liebe Leserinnen und
Leser dieser Seite: |
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Wie vermutet, die Wanderer
erreichen am Sonntag, 16. Juli 2006 ihr Ziel. Also sofort aus der Ferne (ich
bin auf der NEAT-Baustelle Sedrun im Schacht unten) organisieren, dass wir
schon am Sonntagvormittag zum Empfang ins Engadin fahren. |
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Auf dem Weg dorthin schenken wir
besondere Aufmerksamkeit der Strecke Tiefencastel - Bivio: 28 km Strasse, was die
Wanderwegstrecke von 32 km bestätigen kann. Ausgangs Bivio, bei der
Abzweigung zum Septimerpass erreichte uns um 10:52:21
das SMS: "Sind schon auf dem Lunghin und geniessen die letzten
Wanderstunden. Kommen wahrscheinlich früher".
Also, nichts wie los und bekannt geben, dass wir sie in Maloja empfangen.
Nach einer stärkenden Bündner-Gerstensuppe geht's Richtung Lunghin, den
beiden entgegen. |
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| Bei Plan di Zoch, auf 1945 m sehen
wir die beiden von weitem und hören Hans auch jauchzen... und bald sehen sie
auch uns. |
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Herzliche Begrüssung und gemeinsam
geht's hinunter nach Maloja. |
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| Die obligate Flädlisuppe wird
eingenommen und ... |
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die letzten Kilometer dem See
entlang werden unter die Füsse genommen. |
In der Zwischenzeit suche ich ein Sils (i. E.) ein Hotelzimmer und dann gilt es auch
für mich, ihnen entgegen zu walken. Zu viert geht's dem Ziel entgegen. Beim
Sportgeschäft Giovanoli warten auch die nächsten Angehörigen.
Freudige Begrüssung - und eine sehr erlebnisreiche Woche geht zu Ende.
Mir bleibt nur noch im Namen der Stiftung Faaba recht herzlich zu danken
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Nach Frisch machen begeben sich alle - es kommen weitere
Familienangehörige dazu - zum Nachtessen ins Hotel Schweizerhof. Es wird
nochmals angestossen auf die phantastische Leistung von Berti und Hans!
Einige Besonderheiten:
Berti betont, dass ohne die Walking-Stöcke die Distanzen nie hätten in so kurzer
Zeit bewältigt werden können.
Auch die vielen Hinweise für den optimalen Weg trug sehr dazu bei, dass die
Gesamtwegstrecke wesentlich unter dem geschätzten Wert von 250 km lag.
Berti hat ein detailliertes Tagebuch geführt. Einige Stellen daraus werden
sicherlich hier noch einer breiten Leserschaft zugänglich gemacht...(wir warten
immer noch!)
Und noch die wichtigste Grösse:
Zurückgelegte Wegstrecke: 172,76 km.
Auch noch interessant zu wissen:
Gesamtmarschzeit: 57:07 Std; Schrittzahl: 282'358
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